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Vererben

Über das eigene Leben hinaus die Vergangenheit für die Zukunft sichern!

Sie selbst können bestimmen, wem Sie Ihr Vermögen oder einzelne Vermögenswerte hinterlassen möchten. Dabei denkt man natürlich in erster Linie an die Familie. Wenn Sie aber keine Familie (mehr) haben oder sie aus bestimmten Gründen nicht bedenken möchten können Sie auch eine gemeinnützige Organisation (Stiftung) als Erbin einsetzen. So können Sie sicher stellen, dass Vorhaben, die Ihnen schon zu Lebzeiten wichtig gewesen sind, auch nach Ihrem Ableben langfristig und u.U. sogar mit Ihrem Namen als Förderer unterstützt werden.

Stiftungen sind von der Erbschaftssteuer befreit, das zugewendete Vermögen kommt der gemeinnützigen Organisation ungeschmälert zu Gute!

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den von Ihnen gewünschten Stiftungszweck zu verwirklichen:

Zustiftung

Bei kleineren Zuwendungen bietet sich eine Zustiftung an die Stiftung Deutsche Eisenbahn an. Ihre Zuwendung geht in den Vermögensstock der SDE. Die Erträge werden entsprechend den Satzungsvorgaben der SDE verwendet.

Namensfonds

Bei etwas größeren Zuwendungen (Orientierungsgröße ab 50.000 €) kann auch ein Namensfonds errichtet werden, der Ihren Namen trägt. Dadurch wird jede Ausschüttung mit Ihrem Namen verbunden; Ihr Name bleibt langfristig mit dem Förderzweck verbunden.

Treuhandstiftung

Bei Zuwendungen ab 100.000 € kommt auch die Errichtung einer eigenen Treuhandstiftung in Betracht. Eine Treuhandstiftung ist rechtlich unselbstständig; sie wird im Rechtsverkehr vom Treuhänder, hier der SDE, rechtlich vertreten. Zuwendungsempfänger ist aus rechtlichen Gründen die SDE, die das Vermögen der Treuhandstiftung separat vom eigenen Vermögen verwaltet. Eine Treuhandstiftung wird ähnlich einer rechtlich selbständigen Stiftung gegründet und verfügt über einen Vorstand und u.U. sogar über ein Kuratorium. Sie hat eine eigene Satzung in der der Stiftungszweck manifestiert ist.

Selbständige Stiftung

Soll ein großes Vermögen (über 500.000 €) vermacht werden, kann auch die Gründung einer rechtlich selbständigen Stiftung in Betracht gezogen werden. Auch hier bietet die SDE umfangreiche Unterstützung bei der Errichtung und Ausgestaltung der selbständigen Stiftung an. Die SDE kann auch die administrative und Vermögensverwaltung für eine selbständige Stiftung übernehmen.

Hier noch ein wichtiger Hinweis:

Die vorgenannten Vermögenswerte für die Zuwendungsarten sind nur grobe Richtwerte und sind vorrangig für die Zuwendung von Geldvermögen gedacht.

Grundsätzlich besteht die Ausstattung einer Stiftung aus liquidem Vermögen und Sachvermögen, das Erträge zumindest für seinen eigenen Erhaltungs- und Unterbringungskosten erzielt. Im Interesse des Stifters ist eine Stiftung gesetzlich verpflichtet, das Stiftungsvermögen ungeschmälert zu erhalten. Wenn Sie also Sachwerte in eine Stiftung einbringen möchten, muss die Stiftung klären, wie diese Kosten gedeckt werden können. Es kann deshalb notwendig werden, zusätzlich einen Betrag zur Deckung dieser Kosten beizugeben. 


Wie können Sie die Unterstützung der Eisenbahngeschichte testamentarisch umsetzen?

Vermächtnis

Die einfachste Form der testamentarischen Zuwendung ist das Vermächtnis. Dadurch wird der Vermächtnisnehmer nicht selbst Erbe. Er steht also nicht gleichberechtigt neben z.B. Familienmitgliedern, sondern erhält den Rechtsanspruch gegen die Erben, das vermachte Vermögen herauszugeben. Soll zu Gunsten einer Stiftung ein Vermächtnis ausgesetzt werden, kann der Erblasser noch festlegen, ob das vermachte Vermögen als Zustiftung in den Kapitalstock der Stiftung dauerhaft angelegt werden soll oder als Spende innerhalb eines Jahres von der Stiftung im Rahmen ihres Stiftungszwecks ausgegeben werden soll. Ein Vermächtnis kann zu Gunsten der Stiftung Deutsche Eisenbahn, aber auch zu Gunsten jeder unserer Treuhandstiftungen ausgesetzt werden, wenn Ihnen der Förderzweck einer unserer Treuhandstiftungen besonders am Herzen liegt.

Erbeinsetzung

Selbstverständlich können Sie die Stiftung Deutsche Eisenbahn auch selbst als Erben einsetzen. Sie können detaillierte Vorgaben zur Verwendung Ihres Erbes machen. Falls Sie noch gesetzliche Erben haben, die sie aber nicht als Erben einsetzen möchten, stehen diese Pflichtteilsansprüche zu. Diese Pflichtteilsansprüche müssen aus dem zugewandten Vermögen bezahlt werden können. Es wäre wohl kaum im Sinne des Erblassers, wenn das vererbte Sachvermögen verkauft werden müsste, um Pflichtteilsansprüche bedienen zu können. 


Nachstehend finden Sie einige Hinweise zum Thema Testament:

Welche Formen von Testamente gibt es?

Eigenhändiges Testament

Die einfachste Form, um seinen letzten Willen festzuhalten, ist das eigenhändig verfasste Testament. Es muss vollständig eigenhändig geschrieben werden und mit Angabe des Ortes und des Datums unterschrieben werden. Es empfiehlt es sich insbesondere bei begünstigten gemeinnützigen Organisationen (Stiftungen), diese noch zu Lebzeiten über die Erbeinsetzung/Aussetzen eines Vermächtnisses zu informieren, damit Ihr letzter Wille auch umgesetzt werden kann,

Notarielles (öffentliches) Testament

Wenn Sie kein eigenhändiges Testament aufsetzen wollen, können Sie auch ein notarielles (öffentliches) Testament erstellen. Sie diktieren einem Notar Ihr Testament oder besprechen Ihre Wünsche mit ihm, der Notar schreibt dann das Testament und Sie unterschreiben es vor dem Notar. Hierfür fallen je nach Höhe des Nachlasses Gebühren an. Ein notarielles Testament wird vom Notar beim Amtsgericht hinterlegt.

Nottestament

In besonderen Lebenslagen kann auch ein Bürgermeistertestament, ein Drei Zeugen Testament und ein See Testament erstellt werden.

Widerruf eines Testaments

Grundsätzlich können Sie ein von Ihnen als Einzelperson erstelltes handschriftliches oder notarielles Testament jederzeit ändern und dazu ggf. auch jederzeit aus der Verwahrung holen.

Eine Ausnahme in Bezug auf Änderungen stellt allerdings ein sog. Ehegatten- bzw. das „Berliner“ Testament dar. Ist keine Ausnahmeklausel in einem solchen gegenseitigen Testament vorgesehen, kann es zu Lebzeiten des Partners nur noch mit dessen Zustimmung geändert oder – bei wechselseitigen Verfügungen – diese durch notarielle Erklärung an den Partner widerrufen werden. Nach dem Tod des Partners kann es nur noch unter ganz engen Voraussetzungen geändert werden.

Bei einem Erbvertrag ohne Rücktrittsklausel ist die Bindungswirkung noch strikter. Ein Erbvertrag kann nur mit Zustimmung des anderen Vertragspartners aufgehoben werden; ein einseitiger Widerruf ist nicht möglich. Allerdings ist der Erblasser zu Lebzeiten frei, trotz des Erbvertrags auch weiterhin über sein Vermögen zu verfügen.

Wurde kein Testament erstellt oder wird keines gefunden, gilt die gesetzliche Erbfolge. Ist auch kein gesetzlicher Erbe vorhanden, fällt das Erbe an den Staat.

Unser Justitiar und Vorstandsmitglied Dr. jur. Dieter Wahl steht Ihnen gerne und ganz unverbindlich für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter: wahl@stiftung-deutsche-eisenbahn.de



Diese Seite wurde zuletzt am 28.02.2019-10:17:38 aktualisiert.