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Dieter-Junker-Preis 2021
Personenwagen KAE 33 der Kreis-Altenaer-Eisenbahn

Herzlichen Glückwunsch an die Märkische Museums-Eisenbahn in Plettenberg


Die Preisübergabe fand am 13.11.2021 im Rahmen der Museumsbahnertagung des VDMT statt.

Henning Hovermann vom Vorstand der SDE überreicht den Preis an den Vorsitzenden der Märkischen Museums-Eisenbahn (MME) Udo Feldhaus (rechts).
Rainer Balzer als Vorsitzender der SDE ist leider verhindert. Er hätte den Preis als gebührtiger Plettenberger gerne selber der dort ansässigen Bahn übergeben.

Links im Bild steht Roland Brunnecker und nimmt als Sektionsleiter der UEF "Dampfnostalgie Karlsruhe" den SDE-Förderpreis in Empfang.
Fotos: Daniel Saarbourg

Wieder-Inbetriebnahme als KAE 33

Bei dem zu Förderobjekt handelt es sich um ein verkehrshistorisches Kulturgut, das mit dem Land Nordrhein-Westfalen in doppelter Hinsicht verbunden ist. Zum einen wurde das Fahrzeug in Nordrhein-Westfalen hergestellt, zum anderen wurde es an die Kreis Altenaer Eisenbahn („KAE“ auch „Schnurre“ genannt) im Raum Lüdenscheid, Altena und Werdohl geliefert und von ihr dort 30 Jahre lang betrieben. Die KAE war die älteste und wohl auch bekannteste Schmalspurbahn im westlichen Sauerland und hat entscheidend zur Entwicklung der Region beigetragen und war für die Bevölkerung ein wichtiges Transportmittel. Noch 1955 konnte die Bahn 3,5 Millionen Personen befördern. Die Buchstaben KAE waren weit in Deutschland und teilweise darüber hinaus bekannt. Sie standen für Kleinbahn pur, für Sauberkeit, Gepflegtheit, Liebenswürdigkeit und Offenheit. In seiner Art ist das Fahrzeug sehr regionalspezifisch.

Die Märkische Museums-Eisenbahn e.V. (MME) konnte das Fahrzeug am 24.01.1995 von der Inselbahn Langeoog übernehmen, an die das Fahrzeug 1961 durch die KAE verkauft worden war und somit vor der Verschrottung bewahren. Da die Inselbahn Langeoog 1963 den zuletzt bei der KAE eingesetzten Aufbau durch einen neuen, selbstgebauten Wagenkasten, der weitgehend an die von der KAE gebauten Aufbauten der Fahrzeuge VB 1 und 2 angelehnt war, ersetzte, ist eine Rekonstruktion des Aufbaus erforderlich, um das typische regionalspezifische Aussehen des Fahrzeugs wieder herzustellen.
Da das Fahrzeug seit seiner Anschaffung durch die MME mangels Anschubfinanzierung und des recht hohen Aufwandes bislang nicht angegangen werden konnte, drohen inzwischen auch Schäden an der Substanz des Fahrzeugs.

Nach der betriebsfähigen Aufarbeitung steht das Fahrzeug der Öffentlichkeit zur Verfügung und kann von ihr an Betriebstagen genutzt werden. Unabhängig von der betriebsfähigen Aufarbeitung / des Betriebs des Fahrzeug kann es auf dem Betriebsgelände der Märkischen Museums-Eisenbahn – nahe seiner ursprünglichen Heimat – an Wochenenden besichtigt werden.

Hier finden Sie die ausführliche Dokumentation.

Text: MME
Seite erstellt: Rainer Balzer, Dez. 2021

 




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